Liebe Leser
Die Rotweinkrise ist gekommen, um zu bleiben. Die dichten, großartigen Rotweine haben einen zu kleinen Markt in Österreich und die weltweite Überproduktion sind nicht veränderbare Fakten. Was tun? Ein Roden ist nicht die Lösung, sondern ein gänzliches Umdenken wäre zwingend: der Rotwein als trinkfreudiger, beschwingter Genuss. Dafür wäre eine Zusammenarbeit aller – von der Kammer, den jeweiligen Landesorganisationen, der ÖWM – nötig, um ein verändertes Bewusstsein insbesondere bei den Journalisten und der Öffentlichkeit zu schaffen, denn diese Krise stammt aus dem Bewertungssystem. Oft erlebt man in der Praxis bei Verkostungen, dass der Kostschluck oftmals ein herrliches Erlebnis ist: ein dichter Rotwein mit dezenten Holztönen wird natürlich und zu Recht hoch bewertet, aber würde ich von diesen 2 Achtel Wein trinken? Diese Frage stellt sich beim Verkosten nicht. Zu Hause, bei Freunden oder in geselligen Runden bestimmt der trinkfreudige, beschwingte Rotwein. Ein makelloser Blaufränkisch mit 12,5 Alkohol ist ein ebenso hochwertiger Wein, der Können und Mühe voraussetzt, wie ein Cabernet im Holz, nur eine gute Bewertung gibt es dafür nicht. Hier liegt das zu lösende Problem.
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Aktuelles
Auf den ersten Blick ein verrückter Gedanke, aber Kilger hatte eine Vision, die nicht von der Hand zu weisen ist. Die südliche Weinbauregion Österreichs gehört zu den schönsten Regionen der Welt, ist aber international in ihrer völlig beeindruckenden Schönheit weitgehend unbekannt. Ein Juwel – nicht nur Europas –, das er offensichtlich erwecken wollte.

Weinbau ist nach wie vor ein großes Thema. In diesem Bereich steckt weiterhin ein enormes Zukunftspotential, insbesondere im Tourismus, bei Heurigen und in Weinerlebnisräumen.

Kubota feiert die Hausmessen in Wien, St Veit, Marchtrenk und Kalsdorf – zu den ungewöhnlichsten Angeboten.

Nicht der Neid bestimmt, sondern ein Dank an jene, dass sie für österreichischen Wein ein Wertegefühl vermitteln. Unsere Gesellschaft ist von günstig und billig in den Supermärkten bestimmt. Der Genuss des Feinsten aus der Natur ging verloren.

An einem neuen Weingesetz wird möglichst still gearbeitet. Die Frage, die dabei entsteht: Wird es ein Gesetz, das der Lobby dient, fern von jeder Praxis des Alltags?

Es ist gut, dass es eine Fachmesse für Weinbau gibt. Aber die Austro Vin hat in dieser Form keine Zukunft. 2026 war die Ausstellungsfläche bereits erheblich kleiner, der Besuch um ein Wesentliches geringer, fast alle Aussteller zeigten eine Unzufriedenheit.

Ein Lehrstück, das zu beobachten wert ist. Die Medienfachwelt ist begeistert – es ist der Zukunftstrend. Abfragen bei Weinfachhändlern zeigten, dass die Konsumenten fast die Tür einrannten, die Nachfrage entwickelte sich extrem.

Der Start waren die „Schalko’s“ Weinerlebnistage in Litschau vom 14. und 15. November. Manuel Schalko hat die Idee, in einem besonderen Ort außerhalb der Weinszene ein freies Forum über das edelste Naturprodukt Wein zu schaffen, angenommen und mit erheblichem Kapitaleinsatz ins Leben gerufen.

Über 14 Hektar in der Steiermark wurden bereits verbrannt – ein blanker Irrsinn. Gratulation an jene, die den notwendigen Pflanzenschutz als „Giftmischerei“ offen in die Öffentlichkeit gebracht haben.

Vierzehn Tage lang war die Qualitätsweinstufe „Wein aus Österreich“ in ihrer Aufmachung der Stufe „Qualitätswein“ fast gleichgestellt – die Rebsorte durfte auch in der Kategorie „Wein aus Österreich“ am Etikett stehen, genau wie beim Qualitätswein.

Ein Lehrbeispiel, wie man eine der erfolgreichsten Marken durch laufende Eingriffe verschiedenster Lobbygruppen zum Absterben bringt. Auf den „neuen“ Junker warteten bis vor wenigen Jahren Konsumenten, Handel und Gastronomie voll Ungeduld.

Die Medien sind voll davon, Wein ohne Alkohol – die Zukunft?

Der Rheinriesling war über Jahrhunderte hinweg der edelste Weißwein der Welt – und selbstverständlich auch in Frankreich als solcher anerkannt. Diese Sorte hatte sogar ein eigenes Synonym für ihre Aromatik: den Begriff „Blume“.

Die nun begonnene Diskussion über Wein als Gift wurde zu einem Thema in den Medien. Erstaunlich dabei ist: Nach neuen Erkenntnissen in diversen Forschungsforen gilt auch ein Tropfen Wein als Gift. Ist Wein in Verbindung mit Alkohol wirklich „Gift“?

Holen Sie sich ohne Risiko ein Stück davon – gewinnen Sie eine neue Kundenstruktur, stärken Sie den Ab-Hof-Weinverkauf – verdienen Sie an den Übernachtungen.

Mag. Unterrainer hat nun in über 8 Jahren einen Weinvertrieb völlig anderer Art von null weg aufgebaut. Qualität, Rares und Besonderes ist sein Ziel.

Diese Region ist in der Realität eine der weltbesten Rotweingebiete der Welt – ich bin mir bewusst, dass diese Ansage kontrovers zur Realität ist. Es ist aber kein Hirngespinst.

Green Peace, Global 2000, der WWF haben ihre Berechtigung und verdienen auch Dank. Das Problem: die Brieftaschen, und auch Ihre, für eine Spende zu öffnen, setzt ein Thema voraus das „unter die Haut“ geht.

Ein Modell, das in diese Richtung zeigt, war die Vorführung des autonomen Roboters Bakus in den Weingärten des Stiftes Klosterneuburg.

Ein Thema, das wir, auch vom Fach kommend, bewusst vernachlässigt haben. Warum? Denn in den fast 40 Jahren des Bestehens von DER WEINBAU haben wir so viel an verwirrenden Thesen erlebt, über die man sich nur wundern kann.

Ein effizienter und nachhaltiger Pflanzenschutz ist ein Grundpfeiler des modernen Weinbaus. 2024 testete Certis Belchim den VineForecast-Algorithmus in Feldversuchen auf einer Müller-Thurgau-Anlage in Spiesheim, Deutschland.
Was hat der Brokkoli mit Wein zu tun? Wenig, bis auf dass er die 15.000-fach höhere Referenzdosis an Tetrachlorbenzodioxin, sprich Dioxin, hat.

Die SEKT CLASSIQUE CONCOURs wurde von Mag. Georg Unterrainer mit dem Schwerpunkt entwickelt, ein Bewusstsein für die individuellen Besonderheiten des österreichischen Sekts zu schaffen. Es ist aber unmöglich, wie bei einer üblichen Weinbewertung vorzugehen, denn damit kann die individuelle Impression der verschiedensten Varietäten nicht dargestellt werden.

Die Zulieferindustrie und der Handel in der Landwirtschaft – insbesondere im Weinbau – sind im Umbruch. Der Käufermarkt schrumpfte extrem und schnell. Es reduzierte sich auf nur einen Wettbewerbsdruck: Wer drängt den anderen aus dem Markt? Das haben unsere Firmen offensichtlich nicht gesehen oder erkannt und setzten deshalb auf weitere Expansion.

Wein – ein Hit, der Preis ist Nebensache. Das zu behaupten, wo doch überall die Entwicklung negativ dargestellt wird, dass der Konsum rückläufig sei, die Preise im Keller sind, klingt fast wie PR, ist es aber nicht.

