Ein Gespräch und einen Umweg wert: Sehr still entwickelte sich einer der ungewöhnlichsten Dienstleistungsbetriebe für den österreichischen Weinbau. Die KOL-Technik hat ihre Basis im Weinbau: Franz Lampl-Küssner betreibt selbst einen beachtlichen Weinbaubetrieb, der als Modell für die Technik, die angeboten wird, dient.

Verrückt? Ein Irrtum? Wo doch die Kellergassen schon lange ausgestorben sind.
Oder wie im Gegensatz zur uniformen Masse die Individualität der Weine mit enormen Aufwand der Mittelpunkt ist.

Im Rahmen der Initiative „Evolution statt Revolution“ geht es um die Forderung nach einer Verwaltungsvereinfachung – also nicht um Abschaffung, sondern um ein Bündeln entsprechend der Normalität der IT-Welt. Es ist eine Tatsache, dass ein selbstvermarktender, ca. fünf Hektar großer Betrieb im Grunde genommen eine Halbtagskraft für die Erledigung des Verwaltungsaufwandes benötigt.

Wir müssen etwas tun: der Verwaltungsaufwand für einen Vollerwerbsbetrieb bedarf einer fix angestellten Kraft oder – wie in der Praxis üblich – dass die ganze Familie am Abend oder Samstag und Sonntag diesen Verpflichtungen nachkommt. Jedes Gesetz und jede Vorgabe hat sicher eine Begründung. Die Ausarbeitung und Umsetzung wird aber am grünen Tisch fern jeglicher Praxis hinsichtlich des Arbeitsaufwandes erstellt.

Diese Gedanken haben nichts mit Politik zu tun, sondern sie gelten als Hinweis für die Berufsgruppe Weinbau, die wenn sie weiter existieren soll, dringend einer Reform der Regulatorien bedarf.

Die Klimaerwärmung ist ein Fakt und dass sie die Grundbedingungen unserer Landwirtschaft und insbesondere des Weinbaus erheblich verändert, ist die absolute Realität.

