• Beitrags-Kategorie:Aktuelles
  • Lesedauer:2 min Lesezeit

Grundlegend definieren wir Qualität mit hoher Reife, diese Definition stammt noch aus der Zeit, als das Klima selten eine hohe Endreife zuließ. Wo 13 KMW wie damals in der Steiermark bereits die Grundlage für Qualitätsweine darstellte. Der Begriff Spätlese als seltene Rarität einen hohen Wert hatte. Ist das noch zeitgemäß? Eine Ansicht dazu:

Die Grundlage des Gedankens: Der Steirer Franz Lampl Küssner (jener von der Kol-Technik) bemühte sich, einen Grünen Sylvaner mit 10 Vol.% Alkohol zu vinifizieren. Mit größter Sorgsamkeit – ohne den Träger Alkohol – ist es um ein Vielfaches mühsamer als bei Weinen mit einem höheren Alkoholanteil. Der Aufwand an Zeit und Mühe ist ungleich höher als für einen Wein der üblichen Spitzenklasse.

Der Wein von Franz Lampl, ein Grüner Sylvaner, war ein absolutes Erlebnis an frischem Geschmack und Trinkfreude. Von der Theorie und Realität, dem Aufwand gegenüber, müsste dieser Wein im höchsten Preissegment liegen. Nur wer bezahlt den aufwandgemäßen Preis, der bei 20 Euro liegen müsste, für einen „einfachen Wein“? Aber genau diese würden im Trend der Zeit liegen.

Das gravierende Problem ist, dass sich – wie auch die DAC-Weine – über den hohen Reifegrad und Alkohol definieren. Es wäre angebracht, darüber nachzudenken, wie das veränderbar wäre. Zum Beispiel arbeitet die Gruppe Built by Nature an einer Neudefinition und daran, Regeln zu entwickeln, die dem Konsumenten erkennen lassen, dass diese Weine von besonderem Wert sind.

Wie ist Ihre Meinung dazu? Schreiben Sie uns Ihre Sichtweise an Sepp.Baldrian@der-weinbau.at

Built By Nature Logo