Du betrachtest gerade Ein neues Weingesetz entsteht

An einem neuen Weingesetz wird möglichst still gearbeitet. Die Frage, die dabei entsteht: Wird es ein Gesetz, das der Lobby dient, fern von jeder Praxis des Alltags? Bis jetzt gibt es nur Gerüchte. Betrachtet man aber die Gremien, die dieses Gesetz entwickeln, entstehen schwere Bedenken. Denn es hat sich eine besondere Schicht von Lobbyisten entwickelt, deren Regeln nur ihren Betrieben dienen.

Im letzten Jahr begann es mit weltfremden Ideen wie dem DAC-Tankexportverbot, das nichts mit Qualität oder Missbrauch zu tun hat, sondern nur vom Kostenbereich bestimmt wird. Im europäischen Exporthandel geht es um tatsächlich jeden Cent. Dass ein Tankzug ein Vielfaches mehr transportiert als ein LKW mit Flaschenverpackung, verstehen auch Kleinkinder. Den Tankwein vor Ort zu füllen und zu distribuieren, hat eine Kosteneinsparung je nach Entfernung von 5 bis 8 Cent pro Flasche.

Aber genau um diese Beträge geht es bei Masse, wo der Centbereich bestimmt, ob ein Geschäft zustande kommt oder nicht. Stellt man diesen Bereich des Tankweinexports ab, entsteht ein noch größerer Druck mit Preisverfall im Inland. Summa summarum eine irre, weltfremde Idee, den Heimmarkt noch mehr unter Druck zu setzen. Das Thema wurde stillgelegt, wäre aber noch immer Gesetz.

Die weitere Idee, die nur kurzfristig Gesetz war: Die Kategorie „Wein aus Österreich“ mit Sortenbezeichnung im Auftritt ganz nahe am österreichischen Qualitätswein zu adaptieren, heißt im Grunde nichts anderes, als dass der mühevolle Weg zum Qualitätswein durch Masse abgewertet wird.

Aber genau jene, die diesen Unfug erdachten, sind fast ident mit jenen, die das neue Weingesetz entwickeln. Hoffentlich siegt trotzdem die Vernunft.

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