Was das heisst? Minus 50% der Pflanzenschutzmittel. In Schutzgebieten (wie z.B. in der Wachau) sogar mit gänzlichem Entfall.
Der Tod der Landwirtschaft, des Weinbaues? Ohne jegliches Wissen wird von einer uninformierten Politik auf den Druck von NGOs (leider auch von den im Grunde hochverdienten, auf Spenden beruhenden Umweltaktivsten wie Greenpeace, Global 2000, usw.) reagiert.
Auch wir in der Landwirtschaft und im Weinbau haben mit unseren Aussagen ein völlig falsches Bild in der Öffentlichkeit erzeugt – denn grundsätzlich muss jeder Landwirt und Winzer die Realität „verdrängen“. Gegen die Kirschessigfliege, die bei uns keinen natürlichen Feind hat, – was tun?
Die Amerikanische Rebzikade, der Gemeine Ohrwurm, der oft massenhaft in den Weingärten auftritt, immer neu auftretende Schädlinge und Erkrankungen (wie z.B. Stolbur, das unsere Rebstöcke zum Absterben bringt) zwingen zu Maßnahmen – oder ein Ernteausfall wäre zu akzeptieren…
Nur: Wovon lebt dann der Landwirt/Winzer?

Sogar die Kronen Zeitung befasste sich am 12. September 2022 in dem Artikel „Der Green Deal wird für das fruchtige Gold in der Wachau zum Problem. Ein Vorschlag aus Brüssel lässt jetzt die Marillenbauern und Winzer zittern“ mit dieser Thematik:
„So fern die Anliegen der Europäischen Union im Alltag auch wirken mögen – so nahe betreffen ihre Beschlüsse den heimischen Alltag. Das bekommen jetzt auch die Winzer und Marillenbauern in der Wachau zu spüren. Die Welterbe-Region ist Teil des europaweiten Schutzgebietsnetzes Natura 2000 und wäre damit auch vom sogenannten Green Deal betroffen. Im Zuge dieser Reform soll die Verwendung aller chemischen Pflanzenschutzmittel verboten werden.“ (Somit wäre auch der Bioweinbau erledigt..)
Intern wissen wir, dass ein wirtschaftlicher Weinbau bzw. eine Landwirtschaft ohne hilfreiche Eingriffe, die die Ernte schützen unmöglich ist – egal welchen Weg man wählt.
Entweder mit Kupfer und Schwefel oder nach dem Anthroposophen Rudolf Steiner mit Demeter – der zwar beachtenswerte Erkenntnisse lieferte, aber für XY bietet er keine Lösung.
Hinzu kommt, dass wohl kein Landwirt/Winzer aus reiner Lust und Freude extrem teure Pflanzenschutzmittel erwirbt…
Der Konsument, die Masse, die Politik ist darüber völlig unwissend; ‚Chemie ist Gift‘, so der Tenor. Was ist das Brennessel-Derivat? Gift.
Bitte erinnern Sie sich an den Rübenderbrüssler, der 2017 allen Zuckerrüben-Bauern, die nach den Bioregeln arbeiten, eine Nullernte bescherte..!
Wir in der Landwirtschaft und im Weinbau möchten nur existieren – und mit allem Bemühen das Gesündeste und Beste auf den Teller bzw. in das Glas bringen. Wir sind sogar die Pioniere Europas für Weinbau und Landwirtschaft nach den Regeln der Natur; aber es gibt beim Menschen Corona, Affenpocken, Krebs usw. – was der Öffentlichkeit wohl bekannt ist. Dass es bei Tieren und Pflanzen ebenso ist mit Erkrankungen und Schädlingsbefall (wie bei Malaria und der Tse-Tse-Fliege) muss in die Köpfe der Menschen.
Sie alle haben eine Homepage und gemeinsam zigtausend Kunden – Sie selbst können mit kleinen Informationen, ohne sich selbst zu schaden, Wissen aufbauen! Es muss keine Keule sein: „Wir arbeiten absolut nach den Regeln der Natur aber die Natur bringt auch – wie bei den Menschen – Krankheiten und Schädlinge der Pflanzen mit sich, die ein Bemühen für den Erhalt der Ernte und der eigenen Existenz voraussetzen. Der Natur verdanken wir alles, auch unser Leben, aber eben auch alle Bedrohungen die unser Leben gefärden oder beenden können.“ So könnte Aufklärung aussehen.
Mein Appell daher: Bitte tun Sie etwas – denn die Alternative wäre womöglich das Ende Ihrer Existenz!
