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Drohne besprüht Weingarten mit Pestiziden

Chemie – NGOs – Wissenschaft: Ein sinnentleertes Chaos?!

Ein Weinbaubetrieb lebt, so wie die gesamte Landwirtschaft, von Erträgen aus der Natur. Aber die Natur besteht aus einem ununterbrochenen Evolutionsprozess, der durch Krankheiten, Schädlinge, Wetter- bzw. Klimaunbilden eine natürliche Selektion der Stärksten und Überlebensfähigsten aus Flora und Fauna sichert. Dieser jahrmillionen alte Prozess, dass die Natur brutal das Schwache zugunsten der Stärkeren reguliert, ist die Basis der sich laufend weiterentwickelnden Evolution.

Müsliriegel als vergiftet zu publizieren erzeugt Wind und Spenden

Der Mensch begann deshalb aus Existenzzwang in diesen Prozess einzugreifen. Selbst Christus erwähnte, dass man das Salz des Herrn (Salpeter) in den Weingärten ausbringen soll.   

Auch im alten Ägypten war die manuelle Schädlingsbekämpfung ein wesentliches Thema.  

Die Geschichte zeigt also, dass auch schon in der „vor-chemischen“ Zeit der Mensch sich bemühte, seine existenznotwendigen Erträge zu sichern. Allerdings war damals die Weltbevölkerung bei 250 Millionen Menschen. Jetzt sind es um die acht Milliarden, die ernährt werden müssen. Theoretisch wäre die Ernährung aller kein Problem – wenn nicht, wie üblich, die Politik, Krieg und Korruption dagegen stehen würden…

Die Ursache (und/oder Lösung) liegt in der Forschung der Wissenschaft wie die Erträge geschützt werden können. Es entstand ein Wunderglaube, als z.B. die Stickstoff-Düngung mit dem Haber Bosch Verfahren die Erträge kurzfristig explodieren ließ, mittelfristig aber das Grundwasser mit Nitrat verseuchte. (Die Wissenschaft mahnte zwar das Risiko der Überdüngung ein, aber die Gier und das „Big Business“ überdeckten diese Warnung). Weitere „tolle“ Lösungen, fast wundergleich, wie beispielsweise DTD folgten… Vergiftete tote Rehe und Hasen waren in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts im Weingarten „normal“. 

Diese Entwicklung führte zu einem langsamen Pendelschlag in Richtung rücksichtslosen Gifteinsatzes. Ein schwieriger Weg. Die Macht der Industrie und des speziellen Handels führte die Pioniere schnell in das Eck der „Verrückten“. Existenz vernichtende Prozesse (wie in Tattendorf) gehörten dazu.

Diese Hypothek des „rücksichtlosen Weges“ lastet nach wie vor auf der chemischen Industrie, obwohl sich die Konzerne in der Ausrichtung total verändert haben; die Forschung ist auf die schonende Begleitung der Natur ausgerichtet, daraus, aus der Natur Lösungen zu erkennen und diese zu nutzen. Ein langsamer, aber stetiger Weg. Fytosave als natürlichen Schutz vor dem Falschen Mehltau und Oidium zeigt, dass Kwizda das erfolgreiche Steinmehl Panamin von Mag. Scharmitzer aufnimmt – das wäre noch vor zwei Jahren undenkbar gewesen. Aber es zeigt, dass die gesamte Ausrichtung sich grundlegend verändert.

Aber die Situation bietet sich für Organisationen, die auf Spenden aufgebaut sind, ideal an, um Müsliriegel als „vergiftet“ zu publizieren. Das erzeugt Wind und Spenden; dass diese Ansicht in keiner Weise wissenschaftlich erhärtbar ist, ist Nebensache. Die Milliardenkonzerne wie Greenpeace (deren Umsatz z.B. in Deutschland bei 400 Mio. Euro liegt) oder Global 2000 (die allein in Österreich vier bis fünf Millionen an Spenden erzielen), oder der WWF mit 12 Millionen Umsatz sind mächtige, meinungsbildende Konzerne mit fraglos großen Verdiensten an der Umwelt.

In Summe: Drei milliardenschwere Organisationen mit absoluter Kraft bilden Meinungen. Die Industrie, ebenfalls milliardenschwer, verbreitet ihre Ansichten – und die ahnungslosen, aber starken sozialen Medien mischen auch noch mit. 

Das zentrale Element von allem ist der Landwirt/Winzer – der in der einen extremen Darstellungsform der totale Giftmittelabhängige ist, in einer anderen (viel kleineren) Darstellungsform aber jener ist, der unsere Ernährung sichert.

Wir deklarieren uns naturnah, biologisch arbeitend – aber um den Schutz der Ernte kommen wir nicht herum! Wir müssen deshalb Maßnahmen setzen, wir brauchen die Forschung, die chemische Industrie um die Existenz zu sichern. Denn das Wunderland aus TV und Werbung gibt es nicht. 

Die Organisationen von Landwirtschaft, Wein- und Obstbau haben es verabsäumt, die Konsumenten über die Realität der Ernährungssicherheit aufzuklären. Was ist Gift? Nach dem Verzehr von zwei Muskatnüssen ist man tot, die Himbeere wäre aufgrund des Cumaringehaltes nach österreichischem Gesetz giftscheinpflichtig, usw. 

Das würde zwar zuerst Geschrei, aber danach wahrscheinlich auch Denkprozesse in Richtung Vernunft auslösen…