Du betrachtest gerade Der Rabattwahnsinn
Prozentzeichen in Wolken Schweben

Der Rabatt ändert nichts am gesamten Weinumsatz, sondern schwächt nur den qualitativ hochwertigen Weinbau. Glauben Sie, dass wegen des Rabattes auch nur eine Flasche mehr getrunken wird?

Wein, einer der erlesensten Genüsse, setzt ein Jahr intensiver Arbeit mit großem Risiko voraus. Wein ist Natur und Handarbeit, wird aber nun – wie wir von Omo,  Persil, Seifen, Elektronik usw. gewohnt sind – mit unregulierten Rabatten vermarktet.

Eine kleine Hilfe für diese Themen bietet das Modell Built by Nature

Es ist zum Weinen – Rabattaktionen. Cyber Days von Wein und Co mit minus 50%, bekannte Betriebe wie Toni Pichler in der Wachau mit seinem Smaragd um 25% billiger, Jurtschitsch mit dem den Grünen Veltliner minus 35%, bei dem Lesen der Namen wie Igler, Gagler und Co mit ganz feinen edlen Rotweinen und den Rabatten – es ist zum Weinen. Lassen wir die Flugblätter von Lidl, Spar, Billa als unveränderbar so stehen – nur wo soll das hinführen? Beim Hofer gibt es es schon einen Chardonnay um 99 Cent, auch der Grüne Veltliner ist um 1,99 Euro ist zu finden, wie ein Zweigelt um 2,99 Euro usw. Bei fast allen Händlern steht in der Produktangabe nur mehr Wein, Sorte, Preis, Rabatt – offensichtlich gibt es hier sonst nichts mitzuteilen.

Auf Gesamt-Österreich gesehen ist der Inland-Weinkonsum in der Menge stabil.

Durch die Rabatte wird auch nicht mehr Wein konsumiert. Im besten Fall wird bei einem Rabatteinkauf ein Mitbewerber aus diesem Geschäft gedrängt, der aber bei der nächsten Rabattaktion sich wieder den Kunden zurückholen kann.

Diese Rabatt-Spirale hat sich so tief verwurzelt, dass sogar Kleinbetriebe Black Friday-Angebote machten und ihre ehrlichen, an sich schon geringen Preise nochmals tiefer stellten. Es wäre ein Irrglaube, dass damit neue Kunden gewonnen werden – nur die Bestandskunden können nochmals billiger einkaufen.

Wie glaubwürdig ist der Weinbau – wenn 30, 40 und 50 Prozent-Rabatte möglich sind, scheint der Weinbau soviel zu verdienen, dass diese Nachlässe locker möglich sind. Kennt man aber die eigentliche Situation hat es ein Winzerbetrieb sehr schwer – vom reich werden, dass er so einfach mit Nachlässen herumhauen kann, keine Rede.

Es fehlt ein Wertesystem, an dem sich die Weinwirtschaft und die Konsumenten „anhalten“ können. 

Es gab dieses System schon einmal. Salomon und Pleil entwickelten das DAC-System, diese Urform hat nichts damit zu tun, was später daraus gemacht wurde. Unser Kirchturm, unsere regionale Weinspezialität ist unvergleichlich und gehört uns-  im Sinn des Ortes der Region – und hat ein Pegelpreis. Das war alles und wurde im Weinviertel zum Erfolg.

Wenn wir aus diesem Kreis ausbrechen möchten, muss der Wert, der Geschmack, die Indvidualität der Region, das Edle als das Besondere herausgestrichen werden. Hinzu kommt: wenn die Qualität, Aufmachung und Philosophie stimmt, ist ein geordneter Preis kein Problem.

Ein kleines Modell für diese Themen gibt es: Built by Nature.

Mit wenn auch zur Zeit noch wenigen Winzer aus ganz Österreich, die erfolgreich Weine von Wert ohne jeglichen Rabatt anbieten und verkaufen. Im Sinn des online Geschäfts setzen sie dieses Modell auf die Warteliste und beobachten die Entwicklung – es kann ein Keim zur Veränderung sein.

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