Wie können wir überleben?

Wir könnten sogar sehr gut. Denn unser heimischer Markt nimmt 70 % der Gesamtlese auf. Nur – und das ist der elementare Fehler – stellen wir nie dar, was der Konsument mit einer Flasche österreichischen Weins erhält.

Sind 5 Hektar Fläche genug? Wohin geht es?

Wo liegt unsere Zukunft? Diese Frage bewegt alles rund um unseren Weinbau. Die neuen Entwicklungen mit den Rieden-Herkunftsbezeichnungen sind Versuche, Wege in die Zukunft zu sichern.

Weingarten mit Schriftzug: Sind 5 Hektar genug?

Einladung zu einem neuen Denken und Handeln über Vinotheken und Weinfachgeschäfte 

Der Verfall der Preise liegt nicht an der Qualität – diese ist im Durchschnitt gut – sondern daran, dass sich in Österreich kein optimaler Fachhandel entwickeln konnte. Deshalb leitete sich das Weingeschäft in den letzten 20 Jahren in die Supermärkte ab. Diese Märkte haben die Mechanik des Günstigen – das ohne jegliche Beratung schnell ablaufen muss. Wie war es früher und gibt es Lösungen?

Regal gefüllt mit diversten Weinfaschen

Wie geht das?

Sind unsere Weine, aus jenem Land mit dem größten Verwaltungsaufwand und den höchsten Produktionskosten Europas (!) etwa der letzte Absud?! 

Weinflaschen im Supermarktregal, darüber ein großes, Rotes Fragezeichen

Das Gesetz von Ursache und Wirkung – der Traubenpreis

Die großen Abnehmer und Verarbeiter von Trauben für den Qualitätsweinexport reduzierten ihre Mengen drastisch. Was aber völlig verständlich ist; denn wenn sie ihre langjährigen Bestandskunden nicht mehr beliefern dürfen – wohin dann mit dem Wein?

Weintrauben Nahaufnahme

Weinbau Quo Vadis?

Die Situation: Bordeaux rodet, das Weinland Deutschland befindet sich in einer extremen Krise, Italien nimmt die Qualitätsreduktion auf 30 Tonnen pro Hektar per Dekreten wieder auf 50 Tonnen zurück, der „chemisch-technische“ Wein der neuen Weinwelt expandiert.

Richtungsschilder die folgendes zeigen: Top Qualität, Preis, Winzermarke, Betriebsgröße. Im Hintergrund ein Weinberg zu sehen.

Stirbt der DAC-Gedanke?

Der DAC-Gedanke sollte es den Winzern ermöglichen, zu tragbaren Preisen Wein von hoher Qualität zu keltern. Bei Lidl ist indes ein Kamptal DAC 2021, Grüner Veltliner mit 89 Falstaff Punkten, um 2.49 Euro zu haben – und damit günstiger als ein Wein aus einem italienischen Weingarten, der Erträge von 40.000kg/Hektar erlaubt!

Weingarten mit Schriftzug "DAC" im Vordergrund

Ohne Kommentar

Vincampo – Anzeige in der Kronenzeitung vom 24.8.2022
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Im Text: -25 bis -30% fast Standard

Neun Weine zur Zeit online Summer Sale bis -50%
Krispel: Saugvingon Blanc VDAC -45 %
Weingut Günter und Regina Triebaumer: Ruster Reserve 2019 -40%
Weingut Ernst Triebaumer: ET Blaufränkisch mit -25%
Domäne Wachau: Grüner Veltliner von den Terassen Smaragd -30%

Wein und Co. bieten im Schnitt -20%

Zum Nachdenken – ein Lehrstück

Kann es sein, dass ein Winzer nur einen Wein hat und dieser um 128 Euro regelmäßig ausverkauft ist?

Nachdenken / Preise / Wert und Zukunft

In Italien wurde Ende 2021 beschlossen, dass in Gebieten mit besonders guten Voraussetzungen nun doch wieder 40.000kg Ernte pro Hektar möglich sind. Bei uns im Bereich Tafelwein sind 15.000kg das absolute Maximum, das man mit Technik und Laboreinsatz in eine alkoholische Lösung verwandeln kann. Wobei diese Lösung bei uns die Bezeichnung Wein trägt (ehemals Tafelwein, die allerdings bei uns uns fast ausgestorben ist).

Weingarten Toscana